Zur Übersicht

Innovation in der Ausbildung: Das SRH Berufsbildungswerk setzt mit dem CORE-Prinzip neue Maßstäbe

Wie sieht die Ausbildung der Zukunft aus? Warum rücken Kompetenzen immer stärker in den Mittelpunkt? Im Podcast „Transformation to Go“ spricht Change- & Learning-Management-Expertin Viola Ploski mit Jörg Trabold, dem Ausbildungsleiter am SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd. Gemeinsam erläutern sie den tiefgreifenden Wandel der Bildungsarbeit und die Einführung des innovativen CORE-Prinzips.

Das SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd agiert als moderner Inklusionsmotor. Mit über 40 Ausbildungsberufen begleiten wir junge Menschen mit spezifischen Bedürfnissen auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte berufliche Zukunft. „In der Bildung geht es darum, Menschen zu befähigen“, bringt Jörg Trabold die Ausbildungsstrategie des BBWN auf den Punkt.

Kompetenzorientierung durch das CORE-Prinzip
Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist das CORE-Prinzip („Competence Oriented Research and Education“), das fest in der dualen Ausbildung verankert wurde. Entwickelt an den SRH Hochschulen, dient es im SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd dazu, dass „Menschen Selbstwirksamkeit erleben, damit sie ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen und bestmöglich zu unserer Gesellschaft beitragen können“, erklärt Jörg Trabold.

 

Übersicht über die Elemente des CORE-Prinzips

Das Lernen nach dem CORE-Prinzip bietet den Teilnehmenden wesentliche Vorteile:

  • Fokus auf Handlungskompetenz: Die Teilnehmenden entwickeln gezielt Selbst-, Methoden-, Sozial- und Fachkompetenzen, anstatt lediglich reines Fachwissen zu erwerben.
  • Struktur durch sequenzielles Lernen: Die Ausbildung ist in überschaubare, in sich geschlossene Fünf-Wochen-Blöcke unterteilt. Diese Struktur schafft Transparenz und sorgt für schnellere Lernerfolge, da die Ziele für jeden Block klar definiert sind.
  • Lernen vom Ziel her: Nach dem Prinzip des „Constructive Alignment“ werden zuerst die Lernziele und Prüfungsformen festgelegt, bevor die passende Lehrmethode ausgewählt wird. 
  • Enge Verzahnung von Theorie und Praxis: In festen Umsetzungsteams arbeiten Ausbilder und Lehrkräfte der Berufsschule eng zusammen, um die Lerninhalte optimal aufeinander abzustimmen. Hierfür wurde die wöchentliche „CORE-Time“ etabliert – ein festgelegter Zeitraum für Austausch und gemeinsame Entwicklung. 

Das CORE-Prinzip folgt damit dem Ansatz moderner Lerntheorien, die Lernen nicht als reines Auswendiglernen von Schulstoff verstehen. Durch die Bündelung der Themen in kompakte Zeitblöcke müssen die Lernenden nicht ständig zwischen vielen verschiedenen Fächern hin- und herwechseln, was dem Gehirn hilft, sich besser auf eine Sache zu konzentrieren. Da Theorie und Praxis dabei direkt ineinandergreifen, lernen die Auszubildenden genau das, was sie später im Arbeitsalltag wirklich brauchen. Jörg Trabold bringt die Wirkung dieser Synergien auf den Punkt: „Durch dieses Setting schaffen wir es, dass wir alles wie aus einem Guss in fünf Wochen darstellen können.“

Erfolgsfaktor Mensch im Change-Management
Veränderungen in Berufsschule und Ausbildung bedeuten natürlich auch Veränderung für die Mitarbeitenden. „Da hat man durchaus reibungsvolle Diskussionen“, berichtet Jörg Trabold. „Das kann man nicht von jetzt auf nachher verordnen, sondern das muss wachsen.“ Zur Unterstützung wurden Strukturen wie die wöchentliche „CORE-Time“ geschaffen. Hier entwickeln Ausbildende und Lehrende fächerübergreifend die Prüfungsziele, Inhalte und Methoden der fünfwöchigen Ausbildungsblöcke. Durch die gemeinsame Planung und Durchführung ist im alltäglichen Arbeiten viel mehr Transparenz entstanden. „Wir ziehen alle an einem Strang in die gleiche Richtung“, betont Jörg Trabold. 

Wir feiern unsere ersten CORE-Absolventen
Ein besonderer Meilenstein steht noch dieses Jahr bevor: Dann verabschieden wir die ersten Absolventen, die ihre gesamte Ausbildung nach dem CORE-Prinzip absolviert haben.

Jetzt den Podcast anhören und mehr über den Weg zum „Inklusionsmotor“ erfahren: 
Change is personal: Transformation im Berufsbildungswerk - Transformation to go - Podcast

Lesen Sie das Transkript des Podcasts als Download.

Informieren Sie sich zu den Optionen bei uns am SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd auf unseren Beratungsseiten.

 

Das Gespräch führten Viola Ploski, Senior Consultant, Dr. Kraus & Cie. KG und Jörg Trabold, Ausbildungsleiter am SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd.

Datenschutzhinweis

Um dieses Video anschauen zu können müssen Sie den erweiteren Datenschutzbestimmungen zustimmen. Sie können diese Einstellung jederzeit in den Cookie-Einstellungen wieder ändern. Zustimmen