Ein spielerischer Ansatz – mit realen Auswirkungen: Mit der Brille und spezieller Trainings-Software konfrontieren sie sich mit den Situationen, die ihnen schlaflose Nächte bereiten.
Denn: Die Expositionstherapie gilt als eine der wirksamsten Methoden zur Behandlung sozialer Angststörungen. Dabei setzen sich die Betroffenen unter therapeutischer Begleitung der gefürchteten Situation aus. Das Problem: Bei der klassischen Behandlung geschieht das im realen Alltag. Das ist für viele Betroffenen mit einer hohen Hemmschwelle verbunden und kann den Start der notwendigen Therapie erschweren.
Nicht so beim Einsatz der VR-Brille:
Mit ihrer Hilfe tauchen die Betroffenen in eine computergenerierte, echt wirkende Umgebung ein. Dagmar Musialik, Teamleiterin im Bereich Ergotherapie im SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd und Projektleiterin, betont, dass sich die Umgebung flexibel an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen lässt – je nach Angst oder gewünschtem Effekt. So können nicht nur Prüfungen simuliert werden, sondern auch Vorstellungsgespräche oder Präsentationen vor Publikum.


